31. August 2026Bob van Soest • 8 min read

SchwimmerwarzenbeiKindern:KannIhrKindnochzumSchwimmunterricht?[2026]

Schwimmerwarzen sind ansteckend, aber harmlos. Darf Ihr Kind damit zum Schwimmunterricht? So erkennen Sie sie, verhindern die Ausbreitung und bleiben sicher beim Schwimmen [2026]
Schwimmerwarzen bei Kindern: Kann Ihr Kind noch zum Schwimmunterricht? [2026]

Kurz gesagt

  • Schwimmerwarzen sind harmlose, ansteckende Knötchen, die vor allem bei kleinen Kindern vorkommen und von selbst wieder verschwinden.
  • Ihr Kind muss deshalb nicht zu Hause bleiben: Der Schwimmunterricht kann ganz normal weitergehen, auch laut niederländischer Hausarzt-Richtlinie.
  • Die wichtigsten Maßnahmen: offene Warzen mit wasserdichtem Pflaster abdecken und niemals Handtücher teilen.
  • Nach 6 bis 12 Monaten sind die Warzen meist weg; eine Behandlung ist oft nicht nötig und kann Narben verursachen.
  • Kinder mit Ekzemen sind anfälliger, und bei Warzen um die Augen oder in der Leistengegend sollte man den Arzt aufsuchen.

Was sind Schwimmerwarzen und wie erkennt man sie?

Schwimmerwarzen, in der Arztpraxis auch als Wasserwarzen oder Molluscum contagiosum bezeichnet, sind kleine Hautknötchen, die durch ein Virus verursacht werden. Sie treten vor allem bei Kindern auf und sind ansteckend, aber nicht gefährlich. Die Niederländische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie beschreibt sie als eine harmlose Erkrankung, die meist von selbst verschwindet.

So erkennen Sie Schwimmerwarzen

Die Knötchen sind rund und glatt, mit einem glänzenden, perlmuttweißen bis hautfarbenen Aussehen. In der Mitte befindet sich oft eine kleine Delle. Sie sind meist 1 bis 6 Millimeter groß und sitzen vor allem am Rumpf, am Hals, in den Achseln und hinter den Knien. Sie können jucken, tun aber meist nicht weh, schreibt die amerikanische Kinderärztevereinigung AAP auf HealthyChildren.org.

Sind Sie unsicher, ob es wirklich Schwimmerwarzen sind? Ein Hausarzt erkennt sie meist auf den ersten Blick. Manchmal vereist der Arzt einen Knötchen, um die Delle an der Spitze sichtbar zu machen; das ist typisch für eine Wasserwarze.

Der Name stimmt nur halb

Das Virus heißt offiziell Molluscum contagiosum und ist ein Pockenvirus. Schwimmerwarzen werden also nicht durch das Schwimmbad selbst verursacht. Der Name hängt damit zusammen, dass sich das Virus in feuchten Umgebungen leichter verbreitet: Kinder, die zusammen schwimmen oder baden, stecken sich nun mal schnell an. Auf Englisch heißen sie molluscum contagiosum, in Australien spricht man von water warts.

Wer bekommt sie und wie lange dauern sie?

Vor allem Kinder zwischen 1 und 10 Jahren bekommen Schwimmerwarzen. Nach der Ansteckung dauert es 2 Wochen bis 6 Monate, bis die Knötchen erscheinen. Wichtig zu wissen: Warzen sind kein Zeichen schlechter Hygiene. Jedes Kind kann sie bekommen, und die meisten Erwachsenen sind immun, weil sie das Virus in ihrer Kindheit schon erlebt haben.

Die Warzen verschwinden von selbst. Die eine Quelle nennt 6 bis 12 Monate, die andere 6 bis 18 Monate. Bei Kindern sind etwa die Hälfte innerhalb von 12 Monaten weg und zwei Drittel innerhalb von 18 Monaten, berichtet DermNet.

Darf Ihr Kind mit Schwimmerwarzen zum Schwimmunterricht?

Das ist die Frage, die Eltern am häufigsten stellen, und die Antwort ist kurz: ja. Laut der Richtlinie der Niederländischen Hausärztegesellschaft muss ein Kind mit Wasserwarzen nicht zu Hause bleiben, weder von der Schule noch vom Schwimmbad.

Die kurze Antwort: ja

Das Royal Children's Hospital in Melbourne sagt es in seinem Elternflyer wörtlich: Ihr Kind kann mit Molluscum ganz normal zum Schwimmunterricht, vorausgesetzt, die Knötchen werden mit einem wasserdichten Pflaster abgedeckt. Auch der britische Gesundheitsdienst NHS empfiehlt, die normalen Aktivitäten fortzusetzen; die Wahrscheinlichkeit, das Virus bei alltäglichen Tätigkeiten zu übertragen, ist gering.

Was sagen die niederländischen Richtlinien?

Die Hausarzt-Website Thuisarts gibt eine praktische Regel: Decken Sie offene Warzen vor dem Schwimmen mit einem wasserdichten Pflaster ab. Eine Behandlung ist meist nicht nötig, und man kann abwarten, bis die Warzen von selbst verschwinden.

Die gleichen Regeln weltweit

Niederlande, Australien, Neuseeland, Vereinigtes Königreich und Vereinigte Staaten: Überall gilt derselbe Rat. Kinder gehen weiter zur Schule und zum Schwimmunterricht, offene Warzen werden abgeklebt und Handtücher nicht geteilt. Da Swimmigo in fünf Sprachen verfügbar ist, erhalten Eltern weltweit dieselbe Erklärung und können den Fortschritt ihres Kindes verfolgen.

Wann bleibt Ihr Kind zu Hause?

Es gibt Ausnahmen. Gehen Sie zum Hausarzt, wenn die Haut um die Warzen schmerzhaft, geschwollen oder rot wird, wenn sich gelbe Krusten bilden oder wenn die Warzen um die Augen oder im Genitalbereich sitzen. Auch bei einem geschwächten Immunsystem, zum Beispiel durch Medikamente oder Krankheit, ist eine Rücksprache sinnvoll. Und ein Kind mit Fieber oder einer anderen ansteckenden Infektion bleibt zu Hause, wie bei jedem Schwimmunterricht.

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Wie verbreiten sich Schwimmerwarzen?

Um eine Ausbreitung zu verhindern, ist es hilfreich zu wissen, wie das Virus übertragen wird. Die Antwort ist einfach: über Hautkontakt und über Gegenstände.

Direkter Hautkontakt und Kratzen

Das Virus wird von Haut zu Haut übertragen, zum Beispiel beim Spielen oder Sport. Kratzen ist besonders riskant: So bringt man das Virus an eine andere Stelle am Körper des Kindes, und die Knötchen erscheinen oft in einer Reihe entlang eines Kratzers.

Geteilte Gegenstände

Handtücher, Waschlappen, Kleidung, Badespielzeug und Schwimmhilfen können das Virus übertragen. Deshalb gilt: Keine Handtücher teilen, nicht zusammen baden und Badespielzeug nach Gebrauch abwaschen und trocknen lassen.

Spielt das Schwimmbadwasser eine Rolle?

Das Virus überlebt in feuchten Umgebungen, und gemeinsames Schwimmen oder Baden erhöht die Übertragungswahrscheinlichkeit. Über die Rolle des Wassers selbst sind sich Experten leicht uneinig: Die eine Institution schreibt, dass das Virus in warmem Wasser überleben und sich über Bad- und Schwimmbadwasser verbreiten kann, eine andere betont, dass vor allem geteilte Gegenstände der Übeltäter sind. Für die Praxis macht das wenig Unterschied, denn die Maßnahmen sind in allen Fällen dieselben: Abkleben, eigenes Handtuch, nichts teilen.

So verhindern Sie die Ausbreitung im und um das Schwimmbad

Die Regeln sind einfach und erfordern wenig Aufwand. Gehen Sie sie gemeinsam mit Ihrem Kind durch, und das Schwimmen bleibt für alle angenehm.

Offene Warzen abkleben

Ein wasserdichtes Pflaster über offenen Warzen ist die wichtigste Maßnahme. Benutzte Pflaster werfen Sie zu Hause weg, nicht im Schwimmbad. Sind die Warzen noch geschlossen, ist Abkleben nicht immer nötig, aber es schadet nicht.

Eigenes Handtuch, immer

Jeder Schwimmer hat sein eigenes Handtuch, das nach Gebrauch einfach gewaschen wird. Wichtig ist, dass niemand anderes seine Haut damit abtrocknet. Das gilt auch für Schwimmhilfen und Schwimmflügel: Lieber nicht teilen oder zwischendurch gut reinigen.

Kreidezeichnung von Kindern, die sich nach dem Schwimmunterricht mit ihrem eigenen Handtuch abtrocknen

Duschen und Abtrocknen in der richtigen Reihenfolge

Thuisarts empfiehlt, die Haut mit offenen Warzen zuletzt abzutrocknen, damit das Handtuch zuerst die sauberen Stellen berührt. Waschen Sie danach Ihre Hände, besonders wenn Sie die Warzen berührt haben.

Zuhause: Baden und Badespielzeug

Sind die Warzen offen? Dann lassen Sie Ihr Kind nicht mit Geschwistern zusammen in einem Bad. Waschen Sie das Badespielzeug ab und lassen Sie es gut trocknen, denn das Virus überlebt in warmem Wasser. Kleidung, Waschlappen und Bettwäsche werden nicht geteilt, solange die Warzen vorhanden sind.

Behandlung: Müssen Warzen entfernt werden?

Die Versuchung ist groß, die Knötchen entfernen zu lassen, besonders wenn sie lange bleiben. Aber meist ist das nicht nötig und manchmal wirkt es sogar kontraproduktiv.

Geduld ist die beste Behandlung

Bei den meisten Kindern verschwinden Schwimmerwarzen von selbst innerhalb von 6 bis 12 Monaten. Die Warzen werden dann rot und entzündet, bevor sie aufgehen. Das sieht unangenehm aus, ist aber ein Zeichen dafür, dass der Körper das Virus beseitigt. Ein warmes Waschlappen gegen die schmerzhaften Knötchen kann helfen, empfiehlt die amerikanische Kinderärztevereinigung AAP.

Behandlung kann mehr schaden als nützen

Vereisen, Abbrennen oder Abkratzen ist für kleine Kinder schmerzhaft und kann Narben oder neue Warzen verursachen. Es gibt keine Behandlung, die das Virus vollständig abtötet, sagen Dermatologen. Zeit und Geduld wirken bei Kindern meist besser als der scharfe Löffel.

Wann Sie doch zum Arzt gehen sollten

Gehen Sie zum Hausarzt, wenn die Warzen um die Augen oder im Genitalbereich sitzen, wenn die Haut drumherum entzündet ist, wenn Ihr Kind ein geschwächtes Immunsystem hat oder wenn die Warzen nach 18 Monaten noch nicht weg sind. Auch bei Unsicherheit über die Diagnose ist eine Kontrolle beruhigend.

Der Schwimmunterricht geht weiter: So behalten Sie den Fortschritt im Blick

Da Ihr Kind weiter schwimmen kann, ändert sich wenig an der Unterrichtsroutine. Die Warzen tun nicht weh, sie behindern das Lernen nicht, und der Lehrer muss nichts Besonderes beachten.

So bleiben Sie informiert, was im Unterricht passiert

Gerade bei gesundheitlichen Problemen, die Wochen dauern, ist es schön zu sehen, dass Ihr Kind trotzdem Fortschritte macht. Mit einer kostenlosen App wie Swimmigo für Eltern sehen Sie pro Niveau, welche Fähigkeiten Ihr Kind beherrscht, von Rot bis Gold, und können die sieben Niveaus und 86 Fähigkeiten verfolgen. Da die App in fünf Sprachen verfügbar ist, können auch Großeltern oder andere Betreuer mitverfolgen. Für Schwimmlehrer läuft die Gruppe weiter: keine Ausschlüsse, aber klare Hygieneregeln.

Fazit

Schwimmerwarzen sind unangenehm anzusehen, aber harmlos und vorübergehend. Ihr Kind kann weiter schwimmen: Decken Sie offene Warzen mit einem wasserdichten Pflaster ab, teilen Sie keine Handtücher und waschen Sie Ihre Hände. Weltweit gelten dieselben Regeln, und nach 6 bis 12 Monaten ist es meist vorbei. Behalten Sie den Fortschritt im Auge, so geht kein Schwimmunterricht verloren.

Swimmigo

Quellen

Bob van Soest

Bob van Soest

Als Experte für die Bewirtschaftung von Sportanlagen (wie Schwimmbädern) und Entwickler von unter anderem Swimmigo.com setze ich mich leidenschaftlich dafür ein, den Schwimmunterricht für Eltern, Schwimmlehrer und alle, die schwimmen lernen wollen, einfacher, unterhaltsamer und aufschlussreicher zu gestalten.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Sie werden durch ein harmloses Virus verursacht und verschwinden bei den meisten Kindern von selbst innerhalb von 6 bis 12 Monaten. Sie sind zwar ansteckend, daher ist Abdecken und kein Handtuchteilen wichtig.
Ja. Auch laut der niederländischen Hausarzt-Richtlinie muss ein Kind nicht zu Hause bleiben, weder von der Schule noch vom Schwimmbad. Offene Warzen sollten mit einem wasserdichten Pflaster abgedeckt werden und ein eigenes Handtuch verwendet werden.
Meist ist keine Behandlung nötig: Der Körper beseitigt das Virus selbst, meist innerhalb von 6 bis 12 Monaten. Behandlungen wie Vereisen oder Abkratzen sind schmerzhaft und können Narben verursachen. Bei Unsicherheit sollte man den Hausarzt konsultieren.
Solange die Warzen aktiv sind, also bis sie von selbst verschwunden sind. Die Knötchen können erst 2 Wochen bis 6 Monate nach der Ansteckung erscheinen, daher kann ein Kind das Virus haben, ohne dass es jemand sieht.
Wahrscheinlich ja, wenn es sich um runde, glänzende Knötchen mit einer kleinen Delle in der Mitte handelt, vor allem am Rumpf, am Hals oder in den Achseln. Lassen Sie den Hausarzt nachsehen, wenn Sie unsicher sind; er erkennt sie sofort.
Wasserdichte Pflaster und ein eigenes Handtuch, das nach Gebrauch gewaschen wird. Decken Sie offene Warzen ab, bevor Ihr Kind ins Wasser geht, und entsorgen Sie benutzte Pflaster zu Hause.
Die Wahrscheinlichkeit ist gering bei normalen Aktivitäten, aber das Virus verbreitet sich über Hautkontakt und geteilte Gegenstände. Mit abgeklemmten Warzen und eigenem Handtuch reduzieren Sie das Risiko stark.
Ja. Das Kind muss nicht zu Hause bleiben; die Hausarzt-Richtlinie sagt das ausdrücklich. Bitten Sie die Eltern, offene Warzen mit einem wasserdichten Pflaster abzudecken und weisen Sie auf die Bedeutung eines eigenen Handtuchs hin.
Ermutigen Sie, dass jedes Kind sein eigenes Handtuch hat und teilen Sie keine Schwimmhilfen oder anderes Material ohne Zwischendurch-Reinigung. Informieren Sie die Eltern diskret über die Hygieneregeln; Ausschluss ist nicht nötig.

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