8. September 2026Bob van Soest • 14 min read

DeinemKindselbstSchwimmenbeibringenundzuHauseüben:GehtdasohneSchwimmunterricht?[2026]

Deinem Kind selbst Schwimmen beizubringen ist teilweise ohne Schwimmunterricht möglich: Wassergewöhnung und zu Hause üben funktionieren. Erfahre, welche Übungen helfen und wann Schwimmunterricht unverzichtbar bleibt.
Deinem Kind selbst Schwimmen beibringen und zu Hause üben: Geht das ohne Schwimmunterricht? [2026]

Kurz gesagt

  • Wassergewöhnung und Grundfertigkeiten üben kann jeder Elternteil selbst, zu Hause und im Schwimmbad.
  • Richtig Schwimmen lernen nach landesweiter Norm gehört zu einer diplomierten Schwimmschule; ein Heimabzeichen gibt es nicht.
  • Selbst üben funktioniert am besten in kurzen Einheiten, im Einklang mit dem Unterrichtsstoff und immer in Reichweite.
  • In den Niederlanden ist Schwimmunterricht nicht gesetzlich geregelt; wähle eine Schule mit NRZ-Lizenz für die nationalen Schwimmabzeichen.
  • Mit den sieben Niveaus und 86 Fähigkeiten in der kostenlosen Swimmigo-App siehst du als Elternteil genau, was dein Kind zu Hause üben muss.

Dein Kind steht auf einer Warteliste, der Monatsbeitrag für den Schwimmunterricht summiert sich, und in den sozialen Medien siehst du Eltern, die behaupten, ihr Kind schwimmt in sechs Wochen ohne Schule. Dann kommt schnell der Gedanke auf: Kann ich meinem Kind nicht einfach selbst Schwimmen beibringen? Und umgekehrt: Vielleicht möchtest du als Erwachsener selbst Schwimmen lernen, traust dich aber nicht in eine Gruppe. In beiden Fällen ist die Frage dieselbe: Wie weit kommt man wirklich ohne Schwimmunterricht?

Die kurze Antwort: Weiter als du denkst, aber nicht so weit wie du hoffst. Wassergewöhnung, sich ans Wasser gewöhnen und viele Fähigkeiten üben kann ein Elternteil gut selbst machen, zu Hause und im Schwimmbad. Richtig Schwimmen lernen ist etwas anderes als angstfrei im Wasser zu sein, und ein Schwimmabzeichen ist etwas anderes als sich im Schwimmbad über Wasser halten zu können. Was selbst Schwimmen lernen bedeutet und nicht bedeutet, welche Übungen nachweislich wirken und wie du selbst üben mit Schwimmunterricht kombinierst, liest du unten.

Kannst du deinem Kind selbst Schwimmen beibringen?

Ja, teilweise, und dieser Teil ist größer als viele Eltern denken. Alles, was mit Wassergewöhnung und Grundfertigkeiten zu tun hat, kannst du als Elternteil selbst machen, vorausgesetzt du gehst sicher und spielerisch vor. Den Teil, den du nicht selbst machen kannst, ist ein schwimmsicheres Kind nach einer landesweiten Norm abzuliefern, denn dahinter stehen ein Abzeichen, eine Prüfung und jahrelange Erfahrung.

Was du als Elternteil selbst machen kannst: Wassergewöhnung

Wassergewöhnung bedeutet, dass ein Kind sich im und unter Wasser wohlfühlt: Augen unter Wasser offen halten, Blasen machen, treiben, springen, sich aufrichten. Das ist keine Zauberei, sondern Spiel und Wiederholung. Eltern, die von klein auf regelmäßig mit ihrem Kind ins Schwimmbad gehen, sehen, dass ihr Kind später viel leichter die ersten Phasen des Schwimmunterrichts durchläuft. Schwimmschulen erkennen das sofort: Kinder, die schon wassergewöhnlich sind, können direkt zu Beginn des Unterrichts mit echten Fähigkeiten starten, anstatt erst monatelang Angst und Gewöhnung abbauen zu müssen.

Diesen Teil kannst du schon zu Hause beginnen, lange bevor dein Kind Schwimmunterricht braucht. Duschen ohne Angst, den Kopf nass machen lassen, im Planschbecken spielen, Lieder singen während Wasser übers Gesicht läuft. Es klingt einfach und ist es auch, aber es ist das Fundament, auf dem eine Schwimmschule später aufbaut.

Was du nicht selbst machen kannst: ein Abzeichen und rettendes Schwimmen

Hier wird die ehrliche Geschichte wichtig. Ein Schwimmabzeichen ist kein Nachweis „kann eine Bahn schwimmen“, sondern eine Reihe nachgewiesener Fähigkeiten, die zusammen Schwimmsicherheit bilden: ins Wasser gehen, auftauchen, treiben, eine Zeit lang schwimmen, mit Kleidung schwimmen, sich im tiefen Wasser ausruhen. Das bewertet eine Prüfungskommission, nicht ein Elternteil am Beckenrand mit den besten Absichten.

Hinzu kommt, dass in den Niederlanden das Angebot von Schwimmunterricht und die Vergabe von Abzeichen bisher nicht gesetzlich geregelt sind. Jeder darf Schwimmunterricht anbieten und eigene Abzeichen vergeben. Es gibt einen Gesetzesvorschlag, das Schwimmfähigkeitsgesetz, um das zu ändern und das nationale Schwimmabzeichen gesetzlich zu verankern, aber solange dieses Gesetz nicht da ist, musst du als Elternteil selbst kritisch wählen. Der Nationale Rat für Schwimmsicherheit vergibt Lizenzen an Schwimmschulen, die nach landesweiten Anforderungen arbeiten und die Nationalen Schwimmabzeichen ausgeben dürfen. Eine Schule ohne diese Lizenz kann guten Unterricht geben, aber kein national anerkanntes Abzeichen ausstellen. Prüfe das immer, bevor du dein Kind anmeldest.

Warum „selbst Schwimmunterricht geben“ oft scheitert

Der Grund, warum viele Eltern mit dem Selbstüben aufhören, ist nicht mangelnde Liebe oder Zeit, sondern fehlende Struktur. Ein professioneller Schwimmunterricht hat einen Aufbau: Jede Fähigkeit baut auf der vorherigen auf, und ein Lehrer sieht, welche Fähigkeit noch nicht automatisiert ist. Ohne diese Struktur entsteht Rauschen: Dein Kind macht von allem ein bisschen, lernt falsche Gewohnheiten, die später schwer abzutrainieren sind, und du weißt nach ein paar Wochen nicht mehr genau, womit du eigentlich beschäftigt bist. Üben ohne Ziel fühlt sich nach einer Weile an wie Schwimmen ohne Richtung, und dann steigen die meisten Familien aus.

Selbst Schwimmen lernen ohne Schwimmunterricht: Wie funktioniert das in Phasen?

Ob du nun deinem Kind Schwimmen beibringen möchtest oder selbst als Erwachsener Schwimmen lernen willst, der Aufbau ist weltweit derselbe. Zuerst muss sich der Körper ans Wasser gewöhnen, dann kommt das Treiben und die Atemkontrolle, und erst danach folgen die Schwimmstile. Diese Reihenfolge ist keine niederländische Erfindung, sondern der Kern des Schwimmunterrichts in jedem Land, und sie gilt für Kinder und Erwachsene.

Phase 1: Wassergewöhnung

In dieser Phase dreht sich alles um Vertrauen: Kopf unter Wasser, Augen offen, Blasen machen, abtauchen und auftauchen, Spielen im flachen Wasser. Ein Kind, das Angst vor Wasser hat, lernt nicht schwimmen, egal wie gut die Übungen sind. Deshalb ist diese Phase vor allem Spiel: Gegenstände tauchen, wie ein Krokodil durchs Wasser laufen, mit den Händen Regen machen. Wer diese Phase überspringt und direkt Schwimmstile lernen will, baut auf Sand.

Phase 2: Treiben und Atemkontrolle

Treiben ist die Basis aller Schwimmstile. Wer auf dem Rücken treiben kann, kann immer atmen und gerät nie in Panik. Wer auf dem Bauch treiben kann, kann danach Beine und Arme hinzufügen, ohne in den eigenen Bewegungen zu ertrinken. Übe das ruhig und ohne Zeitdruck: zuerst mit Hilfe einer Hand unter dem Rücken, dann frei, dann mit Bewegungen dazu. Die Atmung ist hier das zweite Fundament: unter Wasser ausatmen, Kopf drehen zum Luft holen, ruhigen Rhythmus halten. Bei Kindern funktioniert das am besten über Spiele, bei Erwachsenen über klare kleine Schritte.

Phase 3: Von Fähigkeiten zu Schwimmstilen

Erst wenn Treiben und Atmen automatisch funktionieren, werden Beine und Arme hinzugefügt. Zuerst eine Bewegung nach der anderen, dann kombiniert, dann über immer längere Strecken. Ob dein Kind nun Brustschwimmen, Kraulen oder eine Kombination lernt, hängt von der Methode der Schwimmschule ab; in anderen Ländern gelten andere Traditionen. Die zugrundeliegenden Fähigkeiten sind überall identisch. Eine praktische Faustregel für zu Hause: Jedes Kind kann erst einen Stil lernen, wenn es zehn Sekunden entspannt treiben kann, denn sonst geht alle Energie ins Überleben statt in die Technik.

Swimmigo

Selbst Schwimmunterricht üben: Übungen, die zu Hause und im Schwimmbad funktionieren

Selbst Schwimmunterricht üben kann an zwei Orten: zu Hause ohne Wasser und im Schwimmbad. Zu Hause trainierst du vor allem Atmung, Rhythmus und Selbstvertrauen. Im Wasser trainierst du Treiben, Treiben mit Bewegung und die ersten Fähigkeiten. Beides ist wertvoll, solange du in kurzen Einheiten übst und im Einklang mit dem, was der Schwimmunterricht verlangt.

Trockene Übungen ohne Wasser

Zu Hause kannst du ohne einen Tropfen Wasser schon einiges schaffen. Lass dein Kind auf dem Boden liegen und die Beinbewegung des Kraulschwimmens nachmachen, rhythmisch und ohne die Knie zu stark zu beugen. Lass es die Arme drehen, als würde es durchs Wasser waten. Macht zusammen Blasen in einer Schüssel oder beim Baden. Übe das Ausatmen unter Wasser, indem du zuerst über Wasser pustest, als würdest du eine Kerze ausblasen, und das dann im Bad wiederholst. Diese trockenen Übungen wirken einfach, aber sie sorgen dafür, dass der Körper die Bewegungen schon kennt, bevor das Wasser dazu kommt, und das erspart eine Menge Panik und Chaos im echten Schwimmbad.

Im Bad und Schwimmbad: Spielformen, die wirklich funktionieren

Im Wasser gilt: Je mehr Spiel, desto mehr Wiederholung. Übungen, die funktionieren und die du als Elternteil sicher begleiten kannst:

  • Blasen machen und unter Wasser schauen: Wer am längsten Blasen macht oder die meisten Spielsachen vom Boden holt, gewinnt.
  • Wie ein Seestern auf dem Rücken treiben: zuerst mit deiner Hand unter dem Rücken, dann immer eine Sekunde länger frei.
  • Vom Beckenrand springen und sich wieder aufrichten: die Basis der Selbstrettung im flachen Wasser.
  • Auf dem Bauch treiben mit Gesicht im Wasser und dann ruhig ausatmen: der Vorläufer jedes Schwimmstils.
  • Kleine Strecken zwischen dir und dem Beckenrand schwimmen, mit einem Tauchring oder einem High Five als Belohnung am Ende.

Halte jede Übungseinheit kurz: Zehn bis fünfzehn Minuten reichen für kleine Kinder. Hör immer auf, bevor das Kind genug hat, denn ein Kind, das weinend aus dem Wasser muss, hat beim nächsten Mal weniger Lust. Wiederholung schlägt Dauer: Dreimal pro Woche eine Viertelstunde schlägt einen langen Nachmittag pro Monat.

Wie oft sollte man üben, um Ergebnisse zu sehen?

Schwimmschulen sehen jede Woche dasselbe: Kinder, die neben dem Unterricht zu Hause oder im Schwimmbad üben, lernen neue Fähigkeiten schneller und halten ihr Niveau besser. Ein oder zwei zusätzliche Termine pro Woche außerhalb des Unterrichts reichen schon, um einen spürbaren Unterschied zu machen. Am wichtigsten ist, dass das Üben zum Unterrichtsstoff passt: Frag den Lehrer, woran dein Kind gerade arbeitet, und übe genau diese eine Fähigkeit, statt wahllos alles zu probieren.

Sicher üben: Die Regeln, die wirklich zählen

Sicherheit geht vor, und gerade beim Selbstüben ist Ertrinken das Risiko, das niemand kommen sieht. Kinder ertrinken still und schnell, auch im flachen Wasser und auch wenn andere Menschen in der Nähe sind. Die Regeln sind einfach: Bleib immer in Reichweite eines Kindes, das nicht schwimmen kann, lass ein Kind niemals allein in der Badewanne oder im Schwimmbad, auch nicht kurz, und verlasse dich niemals auf Schwimmhilfen als Rettungsmittel. Schwimmflügel und Schwimmringe geben Kindern ein falsches Sicherheitsgefühl und können sogar gefährlich sein; ein Kind, das immer auf Schwimmhilfen vertraut, lernt nie, wie sich Wasser wirklich anfühlt. Wähle bewusst, welches Hilfsmittel du wann einsetzt und weiß, was jedes Hilfsmittel kann und nicht kann.

Was eine gute Schwimmschule hinzufügt, was du nicht kannst

Alles, was oben steht, kannst du selbst machen, aber es ersetzt keinen Schwimmunterricht. Eine gute Schwimmschule fügt drei Dinge hinzu, die zu Hause strukturell fehlen: eine landesweite Norm, ein unabhängiges Auge und eine komplette Lernlinie.

Ein Abzeichen mit landesweiten Normen

Die Zahlen zeigen, warum das wichtig ist. Laut dem Mulier Institut hatten 2024 etwa 14 Prozent der Kinder von 6 bis 12 Jahren kein einziges Schwimmabzeichen, umgerechnet etwa vier Kinder pro Klasse mit dreißig Kindern. In den niedrigsten Einkommensgruppen liegt diese Zahl mit 33 Prozent viel höher als in den höchsten, wo 5 Prozent kein Abzeichen erhalten. Weltweit ist Ertrinken die dritthäufigste Todesursache durch unbeabsichtigte Verletzungen, mit geschätzt 236.000 Todesfällen pro Jahr, berichtet die Weltgesundheitsorganisation. Die Zahl der Ertrinkungsfälle sank zwischen 2000 und 2021 weltweit um 38 Prozent, aber Kinder bis 15 Jahre tragen immer noch fast die Hälfte der weltweiten Ertrinkungsbelastung, so der globale Bericht zur Ertrinkungsprävention der WHO. In den Niederlanden ertranken 2025 hundert Einwohner, und in den letzten zehn Jahren waren es durchschnittlich 93 pro Jahr, meist in offenen Gewässern, berichtet das CBS. Diese Zahlen sollen keine Angst machen, aber zeigen, dass Schwimmsicherheit kein Heimprojekt ist: Es ist eine Fähigkeit mit lebensrettenden Konsequenzen.

Ein Lehrer, der dein Kind wirklich sieht

Ein Lehrer sieht in einer halben Stunde, was du in einem Monat übersiehst: eine schiefe Armhaltung, eine Atmung, die knapp zu spät kommt, ein Kind, das mutig tut, aber heimlich Angst hat. Dieser unabhängige Blick ist genau der Grund, warum eine Schwimmschule Mehrwert bietet. Ein Elternteil möchte, dass das Kind stolz ist und Spaß hat; ein Lehrer möchte außerdem, dass jede Bewegung stimmt, denn ein Fehler, der sich am Anfang einschleicht, kostet später Monate, um ihn abzutrainieren. Frag bei Zweifeln ruhig, woran dein Kind gerade arbeitet und warum. Eine gute Schwimmschule kann das klar erklären, schlechte können es nicht, und dieser Unterschied ist für dich als Elternteil Gold wert.

Fortschritt, den du als Elternteil einfach verfolgen kannst

Die alte Zeit, in der dein Kind nach einem halben Jahr erzählte, dass es „bestimmt wieder etwas Neues gemacht hat“, ist zum Glück vorbei. Immer mehr Schwimmschulen arbeiten mit einer App, in der jede Fähigkeit festgehalten wird. In Swimmigo zum Beispiel arbeiten Schwimmschulen mit sieben Niveaus und 86 konkreten Fähigkeiten, und Eltern sehen nach jeder Stunde genau, welche Übungen ihr Kind schon beherrscht und was der nächste Schritt ist. Das macht selbst üben plötzlich sehr konkret: Du musst nicht mehr raten, was du zu Hause machen sollst, denn du siehst es einfach. Die App ist für Eltern kostenlos und funktioniert in fünf Sprachen, auch für Familien, die gerade erst in den Niederlanden sind und noch kein Wort Niederländisch sprechen.

Elternteil übt mit Kind im Schwimmbad

So weißt du sicher, dass dein Kind die richtigen Dinge übt

Gezieltes Üben schlägt viel Üben. Ein Kind, das auf Niveau drei ist und gerade das Treiben gelernt hat, hat nichts davon, einen Nachmittag Brustschwimmen am Beckenrand zu üben. Es profitiert von zwanzig Minuten Rückenschwimmen, Blasen machen und kleinen Stücken Bauchschwimmen mit Ausatmen. Wie weißt du, was der nächste Schritt ist? Indem du den Fortschritt deines Kindes in der App der Schwimmschule verfolgst oder einfach alle paar Wochen den Lehrer fragst.

Für Eltern: Von „einfach machen“ zu gezieltem Üben

In Swimmigo siehst du als Elternteil pro Niveau, welche Fähigkeiten es gibt und welche dein Kind schon beherrscht. Angenommen, dein Kind hat alle Übungen von Niveau zwei abgeschlossen und muss jetzt am Rückenschwimmen arbeiten: Dann weißt du, dass du zu Hause keine Bahnen ziehen musst, sondern spielerisch mit Rückenschwimmen im Bad und Schwimmbad arbeiten solltest. So wird jedes freie Schwimmen am Wochenende automatisch zur Chance, gezielt zu üben, ohne dass es sich wie Nachhilfe anfühlt. Nach einem Urlaub oder einer Pause siehst du außerdem sofort, ob Fähigkeiten verloren gegangen sind, und kannst diese gezielt auffrischen, bevor der Unterricht wieder beginnt.

Für Schwimmschulen und Lehrer: Mach Eltern zu Heimtrainern

Auch für die andere Seite funktioniert dieses Prinzip: Eine Schwimmschule, die Eltern Einblick in den Fortschritt gibt, bekommt kostenlose Heimtrainer dazu. Eltern, die sehen, dass ihr Kind noch drei Fähigkeiten für das nächste Niveau üben muss, legen automatisch los. Es verhindert außerdem die klassische Ärgernis am Beckenrand: Eltern, die gegen den Unterrichtsstoff üben und die Kinder damit verwirren. Wer Eltern dieselbe Sprache und dieselben Niveaus gibt, die die Lehrer verwenden, sorgt dafür, dass alle in dieselbe Richtung schwimmen. Swimmigo ist dafür gemacht: Lehrer halten den Fortschritt fest, Eltern schauen mit und üben zu Hause gezielt weiter, und die Schule behält die Übersicht in einem System.

Kann man als Erwachsener selbst Schwimmen lernen?

Auch für Erwachsene gilt: Selbst gewöhnen und üben geht, selbst ein schwimmsicherer Schwimmer werden ist eine andere Geschichte. Viele Erwachsene, die nie Schwimmen gelernt haben, haben vor allem Angst und Scham, und die verschwinden nicht, wenn man allein im Schwimmbad herumtollt. Ein guter Ansatz für Erwachsene ist eine Kombination: ein paar Stunden bei einem Lehrer, der Erfahrung mit erwachsenen Anfängern hat, um die Basis und das Vertrauen aufzubauen, und dazwischen selbst üben, um die Fähigkeiten zu automatisieren. Für einen vollständigen Schritt-für-Schritt-Plan lies das Übersicht über Schwimmunterricht für Erwachsene, in der auch Angst, Versagensangst und die Wahl zwischen Gruppen- und Privatunterricht behandelt werden.

Häufige Fehler beim Selbstüben und wie du sie vermeidest

Selbst üben ist gut, aber ein paar häufige Fehler können die Wirkung zunichtemachen. Das sind die größten:

  • Mit Schwimmunterricht beginnen, bevor das Kind wassergewöhnlich ist. Löse das zuerst mit Spiel und Gewöhnung, sonst wird der Unterricht zum wöchentlichen Kampf.
  • Schwimmen mit Schwimmhilfen als Standard. Ein Kind, das immer auf Schwimmhilfen vertraut, entwickelt kein Wassergefühl und lernt eine falsche Körperhaltung.
  • Üben gegen den Unterrichtsstoff. Frag, was die nächste Fähigkeit ist, und übe genau die, statt dein eigenes Programm durchzuziehen.
  • Zu lange und zu selten. Wöchentliche Marathons funktionieren nicht; kurze, regelmäßige Einheiten schon.
  • Weitermachen bei Angst oder Widerstand. Ein Kind, das weint, oder ein Erwachsener, der verkrampft, lernt nichts. Hör auf, mach etwas Schönes im Wasser und versuch es beim nächsten Mal wieder.
  • Fortschritt nicht festhalten. Ohne Übersicht weiß niemand, wo man steht, und die Motivation verschwindet. Eine einfache Übersicht der Fähigkeiten, in einer App oder auf Papier, hält alle wachsam.

Die goldene Regel ist einfach: Übe mit dem Unterricht, nicht dagegen, und lass Zweifel immer vom Lehrer klären. Wer das macht, kann mit ein paar Viertelstunden pro Woche den Unterschied machen zwischen einem Jahr oder anderthalb Jahren Wartezeit auf das Abzeichen.

Swimmigo

Quellen

Bob van Soest

Bob van Soest

Als Experte für die Bewirtschaftung von Sportanlagen (wie Schwimmbädern) und Entwickler von unter anderem Swimmigo.com setze ich mich leidenschaftlich dafür ein, den Schwimmunterricht für Eltern, Schwimmlehrer und alle, die schwimmen lernen wollen, einfacher, unterhaltsamer und aufschlussreicher zu gestalten.

Häufig gestellte Fragen

Ja, teilweise: Wassergewöhnung, sich ans Wasser gewöhnen und Grundfertigkeiten üben kannst du als Elternteil selbst machen. Ein Schwimmabzeichen und echte Schwimmsicherheit gibt es erst über eine diplomierte Schwimmschule mit landesweiten Anforderungen.
Wassergewöhnung bedeutet, dass ein Kind sich im und unter Wasser wohlfühlt. Abzeichen A zeigt, dass ein Kind sich nach landesweiten Anforderungen retten kann: tauchen, treiben, mit Kleidung schwimmen und eine Zeit lang schwimmen. Wassergewöhnung ist die Basis, Abzeichen A der Nachweis von Schwimmsicherheit.
Sicher üben geht, wenn du in Reichweite bleibst, dich nie auf Schwimmhilfen verlässt und in kurzen Einheiten arbeitest. Ohne Schwimmabzeichen darf ein Kind niemals unbeaufsichtigt ins Wasser, auch nicht im flachen Wasser.
Prüfe, ob die Schule eine Lizenz vom Nationalen Rat für Schwimmsicherheit hat. Nur Lizenzinhaber dürfen die Nationalen Schwimmabzeichen vergeben. In den Niederlanden ist das Angebot von Schwimmunterricht sonst nicht gesetzlich geregelt.
Ein- oder zweimal pro Woche eine Viertelstunde reicht schon für einen spürbaren Unterschied. Übe in kurzen Einheiten, hör auf bevor es unangenehm wird und orientiere dich an den Fähigkeiten, die im Unterricht behandelt werden.
Blasen machen in der Badewanne, die Beinbewegung des Kraulschwimmens auf dem Boden nachmachen, Arme drehen und ruhig auf Kommando ausatmen. Trockene Übungen sorgen dafür, dass der Körper die Bewegungen schon kennt, bevor das Wasser dazu kommt.
Mache dein Kind wassergewöhnlich: Spielen im Planschbecken, unter Wasser schauen, Blasen machen und mit Hilfe treiben. Darauf baut eine Schwimmschule gerne auf, und dein Kind kann manchmal in eine höhere Gruppe einsteigen.
Frag den Lehrer oder verfolge den Fortschritt in der App der Schwimmschule. In Swimmigo siehst du pro Niveau, welche der 86 Fähigkeiten schon beherrscht werden und was der nächste Schritt ist.
Gib Eltern Einblick in den Unterrichtsstoff: dieselben Niveaus, dieselben Fähigkeiten, dieselbe Sprache. Eltern, die sehen, was der nächste Schritt ist, üben gezielt statt gegen den Unterricht.
Ja. Lehrer halten pro Kind fest, welche der 86 Fähigkeiten beherrscht werden, und Eltern sehen das kostenlos live in der App. So wird jedes freie Schwimmen zu einer gezielten Übungseinheit ohne zusätzlichen Aufwand für die Schule.

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